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Social Recruiting Kosten: Was eine Kampagne wirklich kostet

Facebook- und Instagram-Recruiting kostet 500 bis 2.500 Euro pro Kampagne. Wir zeigen, wie sich das Budget zusammensetzt und wann sich Social Recruiting lohnt.

Laptop mit offener Facebook-Werbeanzeige neben einem Taschenrechner auf einem Schreibtisch

Sie planen Ihre erste Recruiting-Kampagne auf Social Media und wollen wissen, was das kostet. In diesem Artikel nennen wir konkrete Zahlen aus der Praxis.

Was eine Social-Recruiting-Kampagne auf Facebook und Instagram kostet

Eine einzelne Kampagne mit 30 Tagen Laufzeit liegt in der Regel zwischen 500 und 2.500 Euro. Dieser Betrag setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem Werbebudget, das direkt an Meta (Facebook und Instagram) geht, und den Kosten für Strategie, Gestaltung und Betreuung.

Reine Werbebudgets starten bei 300 bis 800 Euro pro Monat. Hinzu kommt die Kampagnenbetreuung. Wer alles extern abgibt, zahlt für eine betreute Einzelkampagne zwischen 700 und 1.500 Euro.

Wir sehen bei unseren Kunden in Hamburg und Schleswig-Holstein, dass 1.000 bis 1.800 Euro Gesamtbudget für eine einzelne Stelle ein realistischer Einstieg ist.

Wie sich die Kosten zusammensetzen

Das Budget verteilt sich auf mehrere Posten. Hier eine typische Aufstellung:

  • Werbebudget (Meta Ads): 300 bis 800 Euro pro 30 Tage. Dieses Geld geht direkt an die Plattform und bestimmt, wie viele Menschen die Anzeige sehen.
  • Anzeigengestaltung: 200 bis 500 Euro einmalig. Dazu gehören Texte, Bilder oder kurze Videos, die auf die Zielgruppe zugeschnitten sind.
  • Kampagnen-Setup und Targeting: 150 bis 400 Euro. Zielgruppendefinition, Anzeigengruppen, Tracking-Einrichtung.
  • Laufende Optimierung: 200 bis 500 Euro pro Monat. A/B-Tests, Budgetverteilung, Anpassung der Zielgruppen.
  • Bewerberfunnel (Landing Page): 300 bis 800 Euro einmalig. Eine mobiloptimierte Seite, auf der Interessenten sich in unter 60 Sekunden bewerben können.

Nicht jede Kampagne braucht alle Posten. Wer bereits eine funktionierende Karriereseite hat, spart sich den Funnel. Wer intern optimieren kann, braucht weniger externe Betreuung.

Social Recruiting vs. klassische Jobbörse: Der Preisvergleich

Eine Einzelanzeige auf StepStone oder Indeed kostet zwischen 1.200 und 4.500 Euro, je nach Laufzeit und Sichtbarkeit. Dafür erreichen Sie Menschen, die aktiv suchen.

Social Recruiting erreicht zusätzlich die sogenannten passiv Suchenden, also Fachkräfte, die nicht aktiv auf Jobsuche sind, aber offen für ein gutes Angebot wären. Laut einer Studie von Bitkom nutzt jeder zweite Erwerbstätige soziale Netzwerke, um sich über Arbeitgeber zu informieren.

Der durchschnittliche Cost-per-Hire (Kosten pro tatsächlicher Einstellung) liegt bei Social Recruiting zwischen 800 und 2.200 Euro. Bei klassischen Jobbörsen sind es häufig 1.800 bis 4.500 Euro. Das ergibt im Schnitt eine Ersparnis von 40 bis 60 Prozent pro besetzter Stelle.

Wann sich Social Recruiting besonders lohnt

Nicht für jede offene Stelle ist eine Social-Media-Kampagne der richtige Weg. Besonders gut funktioniert der Kanal in diesen Fällen:

  • Fachkräftemangel in der Region: Wenn auf Jobbörsen kaum Bewerbungen eingehen, erreichen Sie über Social Media einen deutlich größeren Kandidatenpool.
  • Gewerbliche und handwerkliche Berufe: Elektriker, Pflegekräfte, Logistikmitarbeiter. Diese Zielgruppen sind auf Facebook und Instagram aktiv, besuchen aber selten Jobbörsen.
  • Mehrere Stellen gleichzeitig: Ab drei offenen Positionen sinken die Kosten pro Bewerbung deutlich, weil Kampagnenstruktur und Funnel wiederverwendet werden.
  • Arbeitgebermarke aufbauen: Auch wenn die Stelle nicht sofort besetzt wird, steigt die Bekanntheit als Arbeitgeber in der Region. Das zahlt langfristig auf alle Kanäle ein.

Für Unternehmen in der Region Quickborn und Hamburg begleiten wir den gesamten Prozess, von der Zielgruppenanalyse bis zur fertigen Kampagne. Mehr dazu auf unserer Leistungsseite Mitarbeitergewinnung.

Typische Fehler, die Kampagnen teuer machen

In der Praxis sehen wir regelmäßig vermeidbare Kostentreiber:

  1. Zu breites Targeting. Wer ganz Deutschland anspricht, verbrennt Budget. Regionales Targeting auf Ihren Standort-Umkreis senkt den Cost-per-Click deutlich.
  2. Keine mobile Landing Page. Über 85 Prozent der Social-Media-Nutzer sind mobil unterwegs. Wenn die Bewerbung auf dem Smartphone nicht schnell funktioniert, springen Kandidaten ab.
  3. Einmal aufsetzen und vergessen. Kampagnen verlieren nach 10 bis 14 Tagen an Wirkung. Regelmäßige A/B-Tests halten die Kosten niedrig.
  4. Kein Tracking. Ohne Conversion-Tracking wissen Sie nicht, welche Anzeige Bewerbungen bringt und welche nur Klicks.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Werbebudget brauche ich mindestens?

Für eine einzelne Stelle empfehlen wir ein reines Werbebudget von mindestens 300 Euro pro 30 Tage. Darunter erreicht die Kampagne zu wenige Menschen, um verlässlich Bewerbungen zu generieren. In wettbewerbsintensiven Branchen wie Pflege oder IT sind 500 bis 800 Euro realistischer.

Wie schnell kommen die ersten Bewerbungen?

Die ersten Bewerbungen gehen meist innerhalb von drei bis fünf Tagen ein. Nach der Lernphase des Algorithmus (ein bis zwei Tage) steigt die Auslieferung. Belastbare Zahlen liegen nach 10 bis 14 Tagen vor.

Lohnt sich Social Recruiting auch für kleine Unternehmen?

Ja. Gerade kleinere Betriebe mit 5 bis 50 Mitarbeitern profitieren, weil sie auf Jobbörsen gegen große Konzerne mit mehr Budget und Bekanntheit antreten. Auf Facebook und Instagram zählt die Relevanz der Anzeige, nicht die Größe des Unternehmens. Ein Handwerksbetrieb aus Quickborn kann dort genauso sichtbar sein wie ein Konzern aus Hamburg.

Was ist der Unterschied zwischen Cost-per-Click und Cost-per-Application?

Der Cost-per-Click (CPC) beschreibt, was ein einzelner Klick auf Ihre Anzeige kostet, typischerweise 0,30 bis 1,50 Euro. Der Cost-per-Application (CPA) misst die Kosten pro eingegangener Bewerbung und liegt bei 25 bis 120 Euro. Der CPA ist die aussagekräftigere Kennzahl, weil er zeigt, was eine tatsächliche Bewerbung kostet.

Brauche ich eine Agentur oder kann ich das selbst machen?

Sie können Kampagnen selbst im Meta Business Manager aufsetzen. Rechnen Sie mit 8 bis 15 Stunden Aufwand pro Kampagne. Wer das intern nicht leisten kann, arbeitet mit einer Agentur. Die Kosten amortisieren sich in der Regel durch niedrigere Cost-per-Application.

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Sie wollen wissen, was eine Social-Recruiting-Kampagne für Ihre offene Stelle konkret kosten würde? In einem kurzen 20-Minuten-Gespräch rechnen wir gemeinsam durch, welches Budget für Ihre Branche und Region sinnvoll ist. Ganz unverbindlich. Jetzt Termin vereinbaren.

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